Im Zuge des vor einiger Zeit veröffentlichten WoW-Films Race to World First (dt. das Rennen um den ersten Platz) wurden von den Produzenten des Films eine Reihe von interessanten Video-Interviews mit Spielern von weltweiten Topgilden wie Method, Paragon oder Ensidia auf Youtube gestellt. Ich möchte euch in nächster Zeit möglichst alle Videos kurz vorstellen, auf Deutsch zusammenfassen und die angesprochenen Themen mit euch diskutieren.
Die amerikanische Gilde Premonition ist eine Hardcore-Raidgilde, die in den letzten 3 Jahren immer an der Spitze der amerikanischen und weltweiten Rankings stand. Zu ihren größten Erfolgen zählen beispielsweise der World #3 von Heroic: Alone in the Darkness oder der World #11 von Ragnaros 25 HC. In dem kurzen Video erklärt der Krieger und Gildenmeister Xav, dass er in der Vergangenheit immer wieder mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatte.
„Jeder glaubt, dass wir Nerds sind, weil wir Drachen töten und über Feuerbälle reden. Darum geht aber es nicht. Man kommt nach einem langen Tag nach Hause und hat Spaß mit seinen Freunden. Es ist eine wie in der realen Welt. Ich genieße die Zeit mit meinen Gildenkollegen. Darum geht es! Natürlich ist es eine Fantasiewelt, aber sie ist von realen Leuten bevölkert.“
Wie seht ihr das Problem? Hattet ihr in der Vergangenheit auch mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass ihr “Nerds” seid, nur weil ihr World of Warcraft oder andere MMOs spielt?
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5 Antworten zu Race to World First: Premonition
Nein, es ist nicht wie in der realen Welt.
Es fehlt der persönliche Kontakt, und Freunde würde ich Gildenmitglieder zu 99% auch nie nennen.
Jeder mit ein bisschen Gehirnschmalz wird wissen, dass man sich im Internet sehr häufig anders verhält als im rl.
Oft sogar genau gegenteilig. Sowas nennt man Überkompensation.
Schon alleine wegen diesen psychologischen Aspekten ist der Spruch “das ist wie Fußball spielen mit Freunden” einfach unhaltbar und nur ein Spruch zum Selbstzweck.
“Nein, es ist nicht wie in der realen Welt. Es fehlt der persönliche Kontakt.”
Also ich habe in der Vergangenheit jedenfalls mindestens 10-15 Leute aus meinen jeweiligen Gilden auch kennengelernt und sehe einige heute noch wenigstens einmal im Jahr (oder öfter).
Als ich damals Ghost Recon gespielt habe, bin ich sogar durch halb Europa geflogen und habe kostenlos bei meinen Teammates gepennt und mit war mit ihnen feiern usw. Warum sollten Internetfreunde sich nicht auch im RL verstehen?
It’s a social experience… cut to 33%
without seeing and smelling your buds and lads
Es ist leider viel zu häufig so, das wir Gamer als zurückgezogene “Spezies” gelten, die in verdunkelten Zimmern oder dunklen Kellern sitzen und natürlich nicht zu vergessen das wir dadurch nie das Tageslicht sehen und auch keine wirklichen Freunde haben. Ich persönlich bin nun auch schon Jahrelanger und leidenschaftlicher Spieler, und habe natürlich auch viele Bekanntschaften geschlossen mit Leuten aus aller Welt. Meine persönlichen Erfahrungen sind, das Menschen, egal ob Gamer, Nerd oder Muttis Liebling der nur 2 Stunden am Tag spielen darf trotz alledem doch Menschen sind. Ich gehe genauso auch vor die Tür wenn die Sonne scheint, aber wenn ich nicht weiß was ich draußen anstellen soll, (Rasen schon gemäht, Auto fertig gebastelt, Blumen gewässert, Inliner Kaputt, usw.) dann kann ich mich doch auch wohl vor den PC setzen und mal ein wenig mit den Leuten quatschen die im Teamspeak, Ventrilo oder sonstwo sind. Und nur quatschen ist auch doof, also wird Diablo, WoW, Tera, Aion oder halt eines der anderen vielen Spiele angeschmissen, und gezockt. Was mich einfach ärgert an der Geschichte das wir als “Nerds” bezeichnet werden ist die Tatsache das niemand von den “Nicht Spielern” weiß warum derjenige eigentlich soviel vor dem Pc sitzt und Zockt. Es kann doch auch sein das derjenige durch eine Blöde situation seinen RL-Freundeskreis den Rücken zugewendet hat, und eben den Freunden im internet ein wenig mehr beachtung dadurch schenkt, damit er jemanden zum reden hat oder einfach nur abschalten will. Naja ich treffe mich halt 1x im Jahr mit meinen “Internet-Freunden” zu einem Sommertreffen, und habe auch mehrmals im Jahr besuch von einzelnen von diesen Leuten. Es fahren “wildfremde” Personen mal eben über 600km um mich für eine woche zu besuchen, oder ich kaufe “mal eben” ein Auto für eine “Internet-Bekanntschaft” (Hat sich so ergeben
)… Also ich bin ganz klar der Meinung jeder sollte sich selbst ein Bild zu der Person machen, auch im Internet und dann erst urteilen
So genug Roman geschrieben ^^
@ryle2:
Wenn ich also mit meinen Kollegen am WE ne Runde L4D2 suchte, is das dann auch überkompensation?