Immer wieder Sonntags – Raiden als Job

Serie shery April 15th, 2012

Nein, ich spreche nicht von den „großen Gilden“ mit ihren Sponsoren und 24-Stunden Raids. Ich spreche von uns allen.
 
Ihr kennt sicher alle die Vorurteile, die viele „normale“ (in diesem Fall Gelegenheitsspieler) über Leute haben, die z.B. alle Klassen auf Level 85 haben, mit 3-4 Chars die Woche erfolgreich raiden gehen, oder Unsummen mit dem Verkauf von Waren im Auktionshaus verdienen. Sie alle seien arbeitslos, Harz IV-Empfänger und der Gleichen. Doch stimmt das? Garantiert nicht! Um jetzt mal ganz von den Vorurteilen weg zu kommen, man könnte sogar sagen, dass alle, die vernünftig raiden gehen, einen „Job“ haben. Oder wie seht ihr das? Kann man Raids als (unbezahlte) Arbeit durchgehen lassen? Ist es nur ein Spiel, oder doch mehr? Ich hoffe auf heiße Diskussionen!
 

 
Es ist Mittwochabend. 17 Uhr hatte ich Feierabend. Auf dem Weg nach Hause noch schnell beim Supermarkt angehalten um frisches Fleisch zu kaufen, damit ich heute Abend was Vernünftiges (keine Tiefkühlpizza, Instant Nudeln etc.) zwischen die Zähne krieg. Während alles vor sich hin kocht, sind noch kleinere Dinge im Haushalt zu erledigen: Waschmaschine anstellen, ein bisschen Aufräumen oder einfach mal checken, was heute so auf WoWSzene los war.
18.30 Uhr: Das Essen ist fertig und ich lasse mich in meinem Chefsessel vor dem Rechner nieder. Das ist mein Reich! Hier bin ich der Boss … zumindest noch. Während ich anfange zu essen, will ich einloggen, da wir pünktlich 19 Uhr, raidfertig in der Instanz stehen müssen. Da fragt mich der Login-Screen nach einem Code … verdammte Sicherheit (verdammte Hacker … Nach 2 Hacks habe ich mir nun doch einen Authenticator zugelegt, und außer dem gratis Pet kann ich keinen Vorteil daran entdecken.). Mürrisch stehe ich auf, lege meine Kuscheldecke, in die mich zuhause immer hülle, weil sie eben so schön warm und kuschelig ist, auf meinen Sessel und gehe meine Handtasche suchen, weil ich wie immer vergessen habe, den Authenticator direkt mitzunehmen.
 

 
Als ich das Arbeitszimmer wieder betrete, hat es sich meine Katze auf der Decke bequem gemacht und signalisiert mir, dass sie hier nun der Boss ist. Mürrisch nehme ich am äußersten Rand meines Sessels Platz, um das Wohlbefinden meiner Katze nicht zu stören, da ich nicht mit den Konsequenzen leben wollte. Doch diese fast unmittelbare Nähe, meines Hinterns zu ihrem Gesicht verärgerte sie trotzdem, vor allem als sie merkte, dass ich begann zu essen, ohne ihr vorher etwas davon anzubieten. Sie erhob und streckte sich und verließ den Sessel, auf dem ich mir nun triumphierend wieder richtig bequem machte. Doch kaum als ich fertig war, saß sie bereits auf dem Schreibtisch und hatte ihre Nase in meinem Essen vergraben. Recht bald merkte Sie jedoch, dass sie weder auf Tomaten, noch auf Schärfe stand und begann sich interessanteren Dingen zu zuwenden: WoW.
 

 
Diese bunten sich bewegenden Bilder faszinieren sie schon lange und so dauerte es nicht lange, dass sie sich neugierig vor den Bildschirm stellte und ich nun ihren Hintern beinahe im Gesicht hatte. Auch Drängeln und Schubsen halfen nur genug, um sie zu bewegen, zwischen Bildschirm und Tastatur Platz zu nehmen, aber zumindest konnte ich nun aufessen. 19:55 Uhr, unsere Gildenleiterin war so nett und portete, sodass ich mir den Anreiseweg sparen konnte. Auf weiteres Drängeln hin, bekam ich meine Katze sogar dazu, sich hinzulegen, sodass sie nur das untere Viertel des Bildschirms verdeckte und ich einigermaßen spielen konnte. Doch nun begann es …
 

 
Sehr schnell durfte ich mir den ersten Kommentar abholen, wieso ich denn bei dem Trash fast jeden AOE-Effekt (ihr wisst schon, die stunnenden Kristalleinschläge) mitnähme. Die Wahrheit verkniff ich mir … zu viel Erklärung, zu wenige, die es interessierte. Ich entschuldigte mich einfach mit „noch etwas Brain-AFK“. Der erste Boss. Für eine Random wurde unsere Aufstellung noch kurz erklärt. Diese Zeit nutze ich, um mich der Katze zu entledigen. Wohl wissentlich, dass sie den ganzen Raid nerven würde, wenn ich sie jetzt vertriebe, rannte ich mit der Decke um die Hüften in die Küche und kramte in der Schublade mit den Leckerlies. Die blieb natürlich nicht unbemerkt, denn prompt stand sie bettelnd neben mir. Ein gezielter Wurf ins Wohnzimmer und ich würde erst mal Ruhe haben, da sie nach dem Genuss des Fleisch-Stängelchens hoffentlich ihr Spielzeug entdecken würde.
 

 
Ich kam gerade noch rechtzeitig wieder vorm PC an um den Ready-Check anzunehmen, während schon unruhig mein Name im TS erklang. Der Pull erfolgte direkt. Ich hechtete dem Tank hinterher, und riss mir im Verlauf des Kampfes sprichwörtlich ein Bein aus um alle am Leben zu halten. Immer einen Blick aufs Healmeter haben mit dem brennenden Wunsch nicht die letzte zu sein, was jedoch bei 4 Heilern, nicht immer ganz so einfach ist. Okay, gegen Holy-Pala und Diszi-Priest, hab ich Morchok eh keine Chance, da die mit ihrem Absorb meine ganze Heilung abfangen. Aber zumindest den Druiden konnte ich alt aussehen lassen. Und immer schön verbindende Heilung benutzen, selbst wenn mein Char nicht ganz so viel Schaden genommen hat, aber da der Log nach dem Raid ausgewertet wird, und die zuständige Person als Main ebenfalls Priester spielt, und ich mir kein „Mimimi, du benutzt zu wenig verbindende Heilung“ (Ja, weil ich auch keinen Schaden krieg …) anhören will, beuge ich mich demütig und tue, wie mir geheißen.
 

 
Ich muss zugeben, ich bin froh eine neue raidfähige Gilde zu haben. Sicher erinnert ihr euch noch an die Eskapaden meiner früheren Gilde, von denen ich auch oft schrieb. Da hätt ich sogar mit einer Angelrute (es kam noch kein Moggen!) im Raid rumlaufen können, ohne dass es wem aufgefallen wäre. Doch hier wurde nun auf jedes kleine Husten geachtet und auch wenn ich gut geheilt hatte, es gab immer jemanden der eine spezielle Vorstellung davon hatte, wie es hätte richtig sein sollen. Ihr kennt das sicher. Klar, nix gegen kleine Verbesserungen, aber ich denke es ist verständlich, dass ich Kreis der Heilung (einen Zauber, dessen momentane Manakosten nicht der Heilung angepasst sind und daher in manchen Situationen, in denen man eben aufs Mana achten muss, eher unangebracht ist) nicht auf Abklingzeit spamme. Hey ich meine, ich könnte auch anfangen mit Schaden zu machen, dann stirbt immerhin der Boss schneller und der Raid kassiert weniger Schaden …
 

 
Doch es ist so, oft weis jemand alles besser. Und oft muss man auch einen Anschiss kassieren. Und egal wo man den Lichtbrunnen hinsetzt, er steht immer scheiße … Sei es, weil die Leute ihn nicht sehen, weil er hinter ihnen steht, dass sie ihn nicht anklicken können, weil er zu nah am Boss steht, oder dass sie während des Raids dermaßen zusammengefaltet werden, dass sie auf den Lichtbrunnen klicken sollen, dass vor lauter Angst ein Dauerklicken ausbricht, der Brunnen somit gar nix nützt und ich eine halbe Minute später einen Anschiss kassiere, dass kein Heilbrunnen steht … ähm ja.
 

 
Kommt euch das irgendwoher bekannt vor? Von euch selbst vielleicht? Oder sogar von der Arbeit?
 
Ganz ehrlich, ich behaupte hier jetzt einfach mal, dass man raiden als “Job” anerkennen sollte. Die Leute, die wirklich ernsthaft raiden gehen, reißen sich viele Abende die Woche den Arsch auf, bereiten sich intensiv vor, lassen sich vom „Chef“ die Meinung geigen etc., ja, sie machen sogar Sachen, die sich nicht mögen, nur weil sie es müssen (ganz ehrlich sein jetzt: Wer von euch steht wirklich drauf jeden Abend, Woche für Woche den gleichen Boss zu tryen und kein Land zu sehen?).
 

 
Raiden ist wenn man es richtig macht harte Arbeit. Sich innerhalb kürzester Zeit auf verschiedene Charaktere einstellen zu können, ist Arbeit. Ich persönlich kenne niemanden, der alle Klasse spielt, bzw. diese auch beherrscht und ich denke, dass einiges an Übung und Können dazu gehört. Aber auch das Farmen und Verkaufen hunderter Rohstoffe ist schon sehr Zeit intensiv. Auch ich habe mich eine Zeit lang damit beschäftig, wie man aus Kräutern, Dunkelmondkarten und Glückskeksen Gold machen kann. Dazu kann man stundenlang Berechnungen anstellen, und ich sage hier nur soviel, dass ich mit meinem Inschriftenkundler bis jetzt ca. 5000 Stacks Blumen aus dem Auktionshaus gekauft, vermahlen und weiter verarbeitet habe. Jeder kann jetzt mal rechnen, wie viel Zeit da einzig und allein fürs Mahlen drauf gegangen ist.
 

 
Nun stellt sich abschließend die Frage: Kann man WoW schon eher als Job betrachten, wenn man es gewissenhaft macht? (Ganz ohne Berücksichtigung, ob der Mensch hinter dem Spiel sonst einer beruflichen Tätigkeit nachgeht oder nicht, dass soll auf keinen Fall Teil der Diskussion werden.)

  • 10 Antworten zu Immer wieder Sonntags – Raiden als Job

  • Avatar of caravorn

    Hehe das mit der Katze kenn ich. Meinen Kater hab ich jetzt soweit bekommen, dass er nur am PC auf meinen Schoß darf, wenn ich da sein Kissen hinleg – zum Glück ist der Kater sehr schnell lernfähig :)

    Und ob man WoW als Job ansehen kann, dabei kommt es mMn halt auf die Spieler an. Manch einer kapiert die Bosse evtl. nicht so schnell wie der uber-Raidlead. Der muss dann halt an der ein oder anderen Fähigkeit öfter sterben um zu wissen, was er falsch gemacht hat. Bei solchen Leuten finde ich es gut, wenn man eine ausgewogen Raidtruppe hat.
    Wenn da evtl. 2-3 Spieler dabei sind, die den Boss schon beherrschen oder ihn schnell “durchschauen” um dann darauf achten zu können, was den anderen schwer fällt / nicht auf fällt, was sie falsch machen. Gerne fällt sowas einem Raidleader auf, der etwas ungeduldig ist und die Leute anmotzt.

    Beim Anmotzen weiß ich nicht, ob das immer gut ist. Manche Spieler brauchen bei sowas einfach ein wenig Disziplin um sich mal am Riemen zu reißen andere wiederum bringt soein Anschiss komplett aus der Fassung und dann schaffen sie garnix mehr.
    In meiner Gildentruppe hatte ich zum Glück nie so einen motzenden Raidleiter, nur einen, der mal etwas lauter geworden is, wenn der Boss nachm 5. Try nicht liegt.
    Aber wenn mir sowas in anderen Gildenraids aufgefallen ist, dann hab ich den Leuten immer über whisper, mit einem freundlichen Ton vermittelt, was sie falsch gemacht haben, wie sie ihren Fehler evtl. vermeiden können und nen zwinker-Smiley dahinter gesetzt.
    Immerhin ist eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Und wenn man das Kettenglied zulange hin und her biegt wird es noch schwächer.

    Wie daas bei den Pro-Raidern aussieht weiß ich nicht und will ich auch nicht wirklich wissen.
    Wir hatten einen in unserer Guffeltruppe, der hatte wirklich Skill. War dann zwischenzeitlich in einer Server-Top-3 Raidgilde. Dann hatte ihm da das “familiäre Flair” gefehlt und kam wieder zu uns.
    Da war er ne Zeit lang relativ nervös, wenn der Boss nich nachm 2. Try lag. Hat sich dann aber recht schnell wieder eingelebt und war dann ganz entspannt und hat auch versucht jeden wipe etwas aufzuheitern. (Nichts geht über gute TS-Kommentare nach einem blöden wipe :p)

    Und mit ner größeren Gilde gibt es auch nicht mehr so viel Farmaufwandt wie früher, finde ich.
    Durch Gildenperks ist die Gildenbank immer eich mit Gold gefüllt, sodass alle ihre Repkosten aus der Gildenbank bezahlen können. Und mit dem restlichen Gold, was man so die Woche über abstaubt kann man sie die ganzen Fläschchen und das Essen eigentlich locker finanzieren.
    –> 15min vorm raid einloggen, schaun ob man noch Buffgedöhns brauch, notfalls was im AH kaufen und ab gehts.

  • Avatar of vicc

    Ohne Frage, das kann man natürlich. Obwohl Blizzard viel daran gesetzt hat, den Raidern die “Arbeit” zu erleichtern. Wenn ich an BC oder davor zurück denke, war das Ganze viel schlimmer. Da konnte man als Raidgilden-Mitglied locker auch einen Tag innerhalb der (5-6-Tage-Raid)Woche mit Farmen von Mats bzw. Rezepten verbringen.

    Heutige Highend-Raidgilden stecken abseits der Progress-Tage deutlich weniger Zeitaufwand in WoW.

  • Avatar of azurios

    Man kann WoW und das Raiden ansich nur als Arbeit ansehen, wenn man sich selbst den Stress macht. Spielen heißt für mich abschalten und entspannen, da ignoriere ich jeden der mich dabei stört und dennoch hab ich bisher jeden Raidcontent an dem ich beteiligt war, clearen können.
    Zu Bc war das ganze zwar ein wenig schlimmer, aber in einer gut organisierten Gilde braucht sich kein Mensch mit irgendwas abhetzen. Wotlk und Cata sind eh auf normal nicht wirklich schwer gewesen und Heros erfordern zwar sehr viel konzentration, aber mit den richtigen Leuten klapt das auch.

  • Avatar of adreo

    Wenn man das WoW-Feeling wirklich genießen und erleben möchte im Pve Bereich, dann ist das Raiden wirklich ein Knochenharter “Job”!
    Zu Classic oder auch noch in BC hat das farmen fast mehr Arbeit in Anspruch genommen als das eigentliche Raiden. Zumal mit Ony Kopf abgeben usw.
    Schnell mal ranporten war auch nicht so einfach…Splitter herstellen als WL, Trinken und Essen als Mage zaubern, dann gabs noch die Öle zu BC, die Elementarwetzsteine und was weiss ich nicht noch alles.
    Guides, sofern es denn welche gegeben hat, musste man intensiv durcharbeiten, es wurde vor, während und nach jedem Raid analysiert usw.
    Doch alles hatte man gerne in Kauf genommen, um Boss XY zu besiegen und zwar auf nem Schwierigkeitsgrad, der auch anspruchsvoll war.
    Der Jubel nach einem Firstkill, der Wochen an Tryzeit gefressen hat, und man wirklich 5-7 mal die Woche getryed wurde, was Gänsehautfeeling pur!
    Natürlich wird auch heute noch dieses Feeling ganz selten erlebt, aber wie gesagt, GANZ SELTEN!
    Im LFR lege ich Boss XY, kenne schon viele Fähigkeiten. Brauche also keine Taktikbesprechung mehr.
    Im Normalmode isses dann ähnlich. 1-2 Fähigkeiten sind härter, auf die man nun besser achten muss und das wars.
    Man wird meiner Meinung nach einfach zu einfach an den Hardmode herangeführt, als das man das “geile” Kill feeling bekommt, zumal man alles schon kennt…
    Nen Boss das 3 mal zu legen und dabei erst den wirklich Schwierigkeitsgrad gemeistert zu haben suckt ohne Ende!
    Um wie viel einfacher wären Bosse wie M’uru gewesen.
    Man hätte mit Leichtigkeit alles im LFR Mode gesehen, und hätte sofort gewusst, wie der Boss im Hardmode zu legen ist. Dann wäre der Kill sicher ein paar Tage früher passiert.
    Und das ist auch der Hauptgrund, weshalb WoW so langweilig wird. Bosse sind damals längst nicht so schnell gefallen wie heute. In der ersten möglichen ID liegen sämtliche Hardmodes.
    Ohne BOB und Normal Mode wäre das so gar nicht möglich, zumal man ja immer noch das normal und bob-mode gear bekommt, was auch gleich den Hardmode wieder viel einfach werden lässt.
    Hätte man zu Sunwellzeiten besseres Gear bekommen als das BT gear, wären auch einige Bosse schneller gefallen, da man dann nicht erst auf Gear warten musste.
    Und ich finde kleine Blocker auch gar nicht schlecht, so dass wirklich alles aus den Chars herausgekitzelt werden muss.
    Rückgrat HC ohne 397er und 384er Gear, ohne er Bonus etc hätte doch alles noch ne ganze Weile hinausgezögert…
    Naja, genug rumgewhint und weiter mit dem Thema:
    WoW kann, muss aber kein Aufwand sein!
    Wer Spass und Ehrgeiz hat soll den Aufwand gerne in Kauf nehmen. Es lohnt sich!
    Und wer keinen Spass hat, soll rum lfrn. Macht vllt auch Spass… :P

  • Avatar of cari

    Kommt mir sogar verdammt bekannt vor!^^
    Und Ja, Wow bzw zumindest das Raiden sollte als Job anerkannt werden.
    Und ja, es stimmt auch das nicht alle guten Spieler mit xx Chars gleich Hartz-IV-Empfänger u.ä. sind.
    Mfg^^

  • Avatar of nerdbeere

    du vergleichst deinen job also mit etwas wofür du bereit bist 10 euro im monat zu zahlen um es ausführen zu dürfen.
    man musst du deinen job gerne haben ;D

    habe nie geraidet, kann deswegen leider nix sinnvolles beitragen!
    ah doch! KATZEN <3

  • Avatar of shery

    Nunja, ich vergleiche nicht meinen Job unbedingt damit, sondern Arbeit allgmein.

    Im Raid hat man sogesehen immer einen Chef, dem man sich unterzuordnen hat. Meistens hat dieser noch einen Stellvertretre oder Berater dabei. Es gibt verschiede Rollen, die auszuführen sind, ähnlich wie in einer Firma (z.B. Büro, Verkauf, Service etc.)

    Und vorallem, wenn du neu in einer Raidgruppe bist, bist du erstmal immer der Depp … sollte einem doch sicher auch bekannt vorkommen =D

  • Avatar of daire

    Ich behaupte einfach mal, es kommt ganz darauf an, wie die Gilde bzw. der Raid strukturiert ist.

    In meiner derzeitigen 10er Gruppe habe ich keinesfalls das Gefühl, dass wir einer “Arbeit” nachgingen, allerdings sind unsere Ambitionen auch nicht, auf Teufel komm raus Progress zu machen. Wir treffen uns einmal die Woche am Abend und schauen, dass wir bisschen vorwärts kommen. Dabei gibt es allerdings auch keinen wirklichen “Chef” der befiehlt wie etwas zu laufen hat, sondern vielmehr ist das bei uns eine Art Selbstläufer.
    Zwar wird die Bosstaktik prinipiell mal von meist dem selben Spieler erklärt und wir versuchen uns dann auch daran ein wenig, wenn wir aber sehen, dass Potential für Verbesserungen da ist, dann wird die von jedem Spieler angenommen und versucht umzusetzen. Insofern versuchen wir als Team vorwärts zu kommen und schauen, dass wir untereinander immer möglichst konstruktiv sind. Alle unsere Spieler sind also eigentlich gleichgestellt, was auf der Arbeit ja in der Regel nicht der Fall ist (aber auch nicht in den meisten Raidgilden).

    Ich bin froh, dass es so ist bei uns wie es ist, denn auf dieses “Simon befiehlt” Spielchen hab ich persönlich nicht mehr so wahnsinnig große Lust. Allerdings muss man fairerweise auch dazu sagen, dass unserer Gruppe größtenteils aus Leuten besteht die schon sehr erfahren sind und dementsprechend auch nicht mehr viel erklärt bekommen müssen. Für 5/8 HC hats bisher dennoch gereicht, was denke ich für 3 Std die Woche raiden ganz in Ordnung gehen sollte.

  • Avatar of pory02

    Kurz gedacht ich lese doch mal durch und schreibe dann was, aber nö- lasse ich. :P

    Ich habe eigentlich kaum erlebt, dass die, die Raiden arbeitslos sind. Finde ich sogar eher selten.
    Ich selber Raide immernoch net. Eben gerade, ja echt eben gerade, wollte ich bei 10er bf mitmachen als Tank aber die stritten ob es geht, dass ich mit teilweise PvP gear mitmachen könnte. ALso wurde nichts draus. bischen schade. Obwohl ich derzeit eigentlich fast der typische WoW Zocker bin (faul, arbeitslos, dreckig, fett, brille, pervers 83) habe ich aber maximal 2 Raids mitgemacht und da kaum getankt. Kaum schaden sogar gemacht. Aber ich bin nicht einfach so Der typische WoW Spieler, wenn man nach den Vorurteilen geht. Wäre lieber untypische. Das Leben hat mich aber nicht gelassen. Naja, egal will nicht noch näher drauf eingehen. Bin eh schon zu Offen. PÖSER PORY! So stellt dich doch neimand ein. Kannst dann ja gleich einen Faceshit account machen. lol Das ich net Raiden konnte hat m,ich wohl doch sehr getroffen. XD

    Ouh ich kuschel auch gerne. :3 Ja leider n ur in meine Allgemeine decke aber das auch gerne. X3

    Wieso lässt du den Auti dingens nicht einfach zuhause am PC?

    X3 deine Katze ist so niedlig.X3 So schaut meine auch öfter. Och war das früher schön…. ALs mein Katrer noch leb te und meine Katze nochnicht Taub und blint war. Ok, es war nervig, wenn sie auf meinen STuhl wollte oder gar auf den schreibtisch, damit ich sie beachte, aber wenigstens war sie da noch gesund…

    Solange deine Katze dich nicht noch anfurzt gehts ja. XD Kein witzt taten meine ab und an mal. XD

    XD muss jetzt gerade an Sammys augen denken, wenn er das Geräusch von Fressen hörte und angedackelt kam. XD Teils auch angeflitzt. lol

    Das mit dem “ich kanns niemanden recht machen” kenn ich aus meinen ganzen leben…. Wenn ich freundlicher war, war das falsch, wenn ich gemeiner war, war das falsch, wenn ich zurückhalten war, war das falsch. Jetzt scheiß ich drauf und bin einfach so, wie ich sein will. wen es stört soll es stören. kann mich auch blocken. Wenn ich die Person mochte ist das schmerzlich aber muss ich mit klar kommen…

    Wenn es einmal die WOche ist, ist es doch ok. Mach mal 5 mal hinter einader die selbe Instanz. XD Deswegen mache ich derzeit keine 5er inis mehr. lol

    Also als Job, einen Beruf kann man WoW nur sehen, wenn man auch an dem SPiel arbeitet. die Entwickler raiden ja selber auch. So können sie dann auch besser an den Raids und Inis arbeiten. Wenn man ein Spiel für seinen beruf spielt, dann kann man das Spiel auch als Beruf sehen.

    Aber so oder so ist jedes SPiel doch in gewissen sinne auch Arbeit. schon die konzentration zu behalten kann für einige ja anstrengend sein wie im Beruf. Es soll glaube ich auch BurnOut Symptome bei Gamern gegeben haben, obwohl ihr Beruf für sie leicht fällt.
    Also ich bin der Meinung Raiden in WoW kann man schon mit ARbeit vergleichen. :) Ich tuhe es als Tank aufjedenfall und nehme auch jeden Gegner ernst. Passe immer auf die Bedrohung auf. Bei den Raids, bei den ich schon war hat mich das gestört wenn der andere Tank bedrohung hatte. XD Man darf aber nie vergessen, es ist immernoch ein Spiel, bei dem man Spaß haben sollte. alos macht auch mal was anderes als immernur zu Raiden. Ich mache jetzt Tol Barad wenn ich noch rein komme. XD METZELN!!!!!!! Das heitert mich nach den Traurigen Sachen auch wieder auf. :3

    Toller Artikel Shery. ;) Grüß du weißt schon wen von mir. XD Der im Norden. lol Leider zu schwach für den alleine.

  • Avatar of reewa

    Achja das leidige Thema des Raids. Mir selbst ging es dabei früher so wie dir Shery, nur mit dem Unterschied das mein Raidleader und einige der Raidmitglieder Arbeitskollegen von mir waren und wir uns so schon alles vorab in der Arbeit ausgeredet haben :-) .

    Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen das es wirklich viel darauf ankommt wie der Raid geleitet wird, bzw. wer am Raid teilnimmt.
    Leider bin ich mit meinen Erfahrungen nicht mehr aktuelle da meine letzten Raiderfahrungen noch aus der Sunwellzeit stammen. Aber im Prinzip hat sich ja nichts geändert, mal abgesehen das man nun einen Großteil der Raidteilnehmer (alle) nicht mal kennt Oo…

    Naja jedenfalls hat man einen Raid der sich ein bisschen Zeit genommen hat, alles vorzubereiten und wo wirklich auch jeder in seinen Möglichkeiten spielt, kann ein Raid sehr Erfolgreich sein ohne dabei wirklich das Gefühl von Arbeit aufkommen zu lassen.

    Schwierig wird es wenn man aus Zeitmangel plötzlich beginnt Spieler in den Raid zu holen die man ansonsten niemals nehmen würde. Den plötzlich wollen diese Stammplätze, wollen mitreden, bestimmen, usw. Natürlich sind diese Spieler in ihren Augen ja Erhaben und nur die Anderen können Schuld am Versagen des Raids sein.
    Klar können ja nur die Stammspieler schuld sein wenn ein Raid der die Monate davor die Ini immer problemlos clearen konnte plötzlich am ersten Boss scheitert.

    Noch extrem wird es wenn die Raidleitung aus den Gründen dieses Scheiterns heraus beginnt die Ausrüstung, Raidvorbereitungen (sprich Bufffood, usw.) zu überprüfen und daraufhin eine Stammspieler aus dem Raid wirft da sie sich ja angeblich nicht für den Raid passend ausgerüstet sind. Und natürlich hat der Spieler der aus Zeitmangel mitgenommen wurde, sofort den ein oder anderen Ersatz für die hinausgeworfenen Spieler bereit. (Was für ein Zufall xP)

    Das ganze wird dann erneut gesteigert wenn der Raid in weniger als eine Stunde später abgebrochen wird. Da man nun noch deutlicher am ersten Boss gescheitert ist und niemand mehr Lust hat auf einen weiteren Try.

    Was macht die Raidleitung? Natürlich die ganzen Ersatzleute für den nächsten Raid wieder einladen und damit das Scheitern des Raids bereits Vorprogrammieren. Nächster Raid, nächstes Scheitern…. Natürlich waren es wieder alle außer den wahren Schuldigen… Unmut beginnt sich im Raid und der Gilde auszubreiten… Der Raidleiter verspricht zum nächsten Termin wieder die alte Raidgruppe mitzunehmen. Doch zufälligerweise kommt er einen Tag vor dem Raid darauf das er ja keine Zeit hat und deshalb den Raid jetzt spontan einen Tag früher macht. Natürlich wieder mit den Ersatzleuten, die inzwischen ziemlich genervte Stammbesetzung beginnt nun ihrerseits nach Raidgruppen zu suchen bei denen sie mitmachen können, verlassen zugunsten anderer Gilden, die Gilde und/oder kommen nur noch ab und zu on.

    Entweder zerbricht eine Gilde an dieser Stelle oder der Raid- Gildenleiter besinnt sich wieder einigermaßen auf die Erfolge die die Gilde bereits errungen hatte.
    Natürlich muss dann ein erneuter Raidversuch mit der alten Stammbesetzung (soweit noch möglich) dann unter den gleichen Umständen wie den professionellen Gilden ablaufen.
    Also wer nicht die letzten zwei Attackpower/Heal/… aus der möglichen Ausrüstung holt braucht gar nicht erst zum raid online zu kommen. Das Ergebnis ist ein kurzzeitiger Anstieg der Erfolge, der dann ziemlich schnell wieder abflaut wenn die Mitglieder des Raids merken das es nicht mehr so wie früher Spaß macht zu raiden.

    Natürlich ist dies keine Allgemeine Haltung, es gibt auch viele Spieler die gerade in soetwas eine Herausforderung sehen.

    Ich bin also der Meinung das Raiden in WoW nicht unbedingt arbeit sein muss, sondern einfach vieles vom Raid, den Raidleader, der allgemeinen Stimmung, usw.. abhängt, ob man es als Arbeit empfindet oder nicht.

    Wie immer ein einfach toller Artikel von dir Shery :-)

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