Folgen des Sony Hack auch bei WoW?
Allgemein · Von Edur am 30 April 2011 @ 13:19Auch wenn Blizzard und damit World of Warcraft nichts mit Sony zu tun hat scheinen im allgemeinen die Auswirkungen des Sony Hack auf Spiele und Spielebetreiber, direkt oder indirekt, unverkennbar. Wer es noch nicht mitbekommen hat, Sony war in den letzten Tagen Ziel eines Angriffs auf die Userdatabase Ihrer (PSN) Onlinespieleplattform sowie anderer angebundener Dienste. Persönliche Daten wie Name, Anschrift, eMail Adresse, Passwörter und mutmaßlich auch Kreditkarteninformationen, was Sony bisher nicht bestätigt hat aber auch nicht ausschließen kann *räusper*, sind millionenfach in unbefugte Hände geraten. Darum sollte jeder der bei besagten Diensten angemeldet war und ist seine Daten & Passwörter überprüfen und gegebenfalls ändern.
Aber auch in anderer Hinsicht ist Vorsicht geboten, der Zusammenhang mit dem Sony Hack ist noch nicht offiziell bestätigt, von wem auch, aber zumindest für mich recht naheliegend. Bei verschiedenen Onlinespielen, unter anderem EvE Online, ist es möglich Timecodes und anderes bei verschiedensten Online Shops zu erwerben, mit Kreditkarte zu bezahlen, zeitnahe seinen Code zu erhalten und diesen Ingame gegen etwas einzutauschen oder eben direkt bei Plattformen wie eBay privat weiterzuverkaufen. (Selbst wenn nicht mit einer Creditcard gibt es wohl genügend Benutzer die leider zB. für Ihr Paypal Konto das gleiche Passwort verwendet haben wie für Ihr PSN Konto.)
Bei EvE ist es so das aktuell verschiedene Angebote von Timecodes, oft aus Ländern wie Rumänien und dergleichen, in sehr hohen Stückzahlen zu absurd niedrigen und damit verlockenden Preisen angeboten werden die rechnerisch jeglicher Grundlage entbehren. Dies wäre natürlich auch bei Gamecards und Items wie Gold von WoW möglich, daher bitte momentan sehr darauf achten was ihr kauft, von wem ihr kauft und wie ihr kauft, bei einem ‘frischen’ privaten eBay Verkäuferaccount aus Rumänien der zum Mega Schleuderpreis 40 Aufladecodes oder 10.000te von Gold raushaut sollte man stutzig werden.
Wie gesagt, noch ist nicht bestätigt das tatsächlich auch die Kreditkarteninformationen bei Sony gestohlen wurden, ebenfalls hat das Unternehmen mittlerweile verlauten lassen das die zugehörigen Sicherheitsnummern gar nicht in der betroffenen Datenbank abgelegt waren und zudem die sensiblen CC-Daten verschlüsselt sind. Ich für meinen Teil behalte mir vor einer Multimilliarden Dollar Firma, mit zu erwarteten gewaltigen Image- und Sachschäden, einer derart schlechten Informationspolitik (Stichwort “Hacker? Nein, nur Wartungsarbeiten”) und einem wohl zu schlecht konzipierten und geschützen Datenbanksystem (inkl. deren angeblicher Verschlüsslung), zu glauben. Möge sich jeder selbst seine Gedanken machen. In diesem Sinne, erhöhte Vorsicht hat noch niemanden geschadet.









